Rohstoffe - Tagebau

Rohstoffe dieser Erde

Rohstoffe sind natürliche Ressourcen, die wegen ihres Nutzens aus der Natur gewonnen werden. Sie können nach dem Abbau entweder weiter verarbeitet werden, oder so benutzt werden, wie sie in der Natur vorkommen. Rohstoffe sind zum Beispiel Kohle und Erdöl zur Energiegewinnung, Gesteine wie Ton und Sand für die Bauindustrie, und Metallerze wie Eisen und Kupfer für die Automobilherstellung und Elektronikgeräte.

Wo kommen Rohstoffe vor?

Rohstoffe können fast überall auf der Welt gewonnen werden. Mineralien wie Kupfer und Eisenerze kommen in der Erde häufig vor. Doch gibt es Orte und Länder, wo ein bestimmter Rohstoff vermehrt zu finden ist. Zum Beispiel ist an der Südamerikanischen Westküste, in Chile und Peru, viel Kupfer aufzufinden. Deswegen liegt dort einer der größten Kupfertagebaue, Chuquicamata. Insgesamt wurden von dort schon 3 Milliarden Tonnen Erz abgebaut. Das meiste Öl wird auf der Arabischen Halbinsel und in Nordafrika abgebaut. Erdgas kommt überwiegend in dem Norden Russlands vor.

Rohstoffe in Deutschland

Deutschland gilt im Vergleich zu anderen Ländern als eher Rohstoffarm. Es werden überwiegend Steine und Erden abgebaut. Die größte deutsche Rohstoffquelle sind Sedimentgesteine wie Kies und Sand. Jährlich werden in Deutschland 270 Millionen Tonnen davon produziert. Im Nordosten Deutschlands werden außerdem jährlich etwa 180 Millionen Tonnen Braunkohle abgebaut.

Nichterneuerbare und erneuerbare Rohstoffe

In den vergangenen Jahren spielt vor Allem die zu große Nutzung von nicht erneuerbaren Rohstoffen eine Rolle. Von Rohstoffen, die nicht erneuerbar sind, kann nicht so viel abgebaut werden wie gebraucht wird. Das führt zu einer Verringerung der Ressourcen. Zu dieser Art von Rohstoff zählen zum Beispiel alle Arten von Gesteine, metallische Erze, wie auch Kohle und Erdöl. Erneuerbare Rohstoffe, auch nachwachsende Rohstoffe genannt, regenerieren sich schnell genug, um nicht auszugehen. Dies sind meistens pflanzliche Rohstoffe wie Holz, Naturfasern und Zucker. Aber auch tierische Rohstoffe wie Leder und Bienenwachs sind erneuerbar. Erneuerbare Rohstoffe sind eine wichtige Alternative zu nichterneuerbaren Rohstoffen.

Rohstoffe zur Energiegewinnung

Die Energiegewinnung ist einer der wichtigsten Nutzen von Rohstoffe. Heutzutage wird ein Großteil der Energie von nichterneuerbaren Rohstoffen wie Erdöl und Kohle gewonnen. Diese Rohstoffe werden in der Zukunft aber aufgebraucht werden. Schätzungen zufolge könnte das noch in diesem Jahrhundert passieren. Deshalb wird jetzt immer mehr Wert auf erneuerbare Rohstoffe zur Energiegewinnung gelegt. Energie aus erneuerbaren Quellen wird aus pflanzlichen Rohstoffen wie Holz gewonnen. Aber auch Reststoffe von der Landwirtschaft können zur Energiegewinnung benutzt werden. Bis jetzt sind die Möglichkeiten der Energiegewinnung aus erneuerbaren Rohstoffen noch begrenzt, aber es werden noch neue Methoden entwickelt.

Die Zukunft der Rohstoffe

Da die wichtigsten Rohstoffe nicht erneuerbar sind, sollten andere Möglichkeiten gefunden werden, Rohstoffe zu verwenden. Das sogenannte „Urban Mining“ beschreibt die Wiederverwertung von Rohstoffen. Rohstoffe werden aus Abfall gewonnen. Das Urban Mining würde vor Allem bei dem Kupfer für Elektronikgeräte lohnen. Anstatt Kupfererz abzubauen und verarbeiten zu müssen, wird das Kupfer aus dem Elektroschrott wiederverwertet.